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Feuerzauber - 28. Mär, 10:04
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Ein Bild der Liebe
wurde gemalt
mit sanften Strichen
auf weißem Papier.
Es war so leicht,
anmutig schön,
erzählte den Anfang
von dir und mir.
Mit vielen Farben
ausgeschmückt,
zu schillernd, zu bunt
und viel zu grell.
Wir haben uns nicht
die Zeit genommen
und wollten alles
auf einmal - zu schnell.
Vergangenes ändern
kann ich nicht mehr;
an Schönes erinnern
behalte ich mir.
Vielleicht gibt es einmal
ein neues Bild
mit sanften Farben
auf weißem Papier.
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Feuerzauber - 3. Mär, 08:00
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Grenzenlos
und ohne Schranken
wollt ihr leben
und seid doch
in eurem eigenen Käfig
gefangen
zugesperrt eure Ohren
vergittert eure Augen
zugemauert eure Herzen
nichts hören
nichts sehen
nichts fühlen
durchbrecht diese Barrieren
streckt aus die helfende Hand
erkennt die Not der anderen
und ihr werdet sehen
dass die Tür zu eurem Käfig
offen ist.
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Feuerzauber - 17. Feb, 10:04
Rainer Maria Rilke
Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt...
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Feuerzauber - 30. Jan, 23:05
Erich Mühsam
Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche? -
Weil ich den Menschen spüre, den ich suche!
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Feuerzauber - 29. Jan, 22:32
Christoph August Tiedge
Jedoch wer Engel sucht in dieses Lebens Gründen,
Der findet nie, was ihm genügt.
Wer Menschen sucht, der wird den Engel finden,
Der sich an seine Seele schmiegt.
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Feuerzauber - 28. Jan, 17:46
Khalil Gibran
Wenn du deinen Kummer deinem Nächsten anvertraust,
dann schenkst du ihm einen Teil deines Herzens.
Wenn er eine große Seele besitzt, wird er es dir danken.
Wenn er eine kleine Seele besitzt, wird er dich herabsetzen.
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Feuerzauber - 27. Jan, 17:07
Cäsar Otto Hugo Flaischlen
Und wenn es kommt
und wenn´s dich faßt
und über dir zusammenschlägt,
Streit und Neid
und Hast und Last...
vergiß nicht,
daß du Flügel hast!
Quelle:
http://jimpfeffer.twoday.net
JimPfeffer - 26. Jan, 00:39
Ursula Gericke
Sie gaben sich Flügel und nannten ein Ziel
und flogen weit mit dem Wind.
Sie gaben sich sehend von allem zuviel
und wurden einsam und blind.
Sie fühlten die Wärme der Sonne nicht mehr,
im Eismeere kamen sie an.
Die Flügel zerbrachen und stürzten so schwer,
bevor sich ihr Schicksal besann.
Sie sterben den leisen, den stummen Tod,
und ihre Münder sind leer.
Sie schauen verzweifelt ins Morgenrot:
doch sie erreichen's nie mehr.
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Feuerzauber - 14. Jan, 09:25