Samstag, 4. Juli 2009

Dein Brief an mich

Ursula Gericke

Dass ich dir fehle, schreibst du nun,
die Tage leer, die Nächte kalt.
Herzwunden, die so weh dir tun,
vorbei der Liebe Traumgestalt.

Denken soll ich an schöne Zeit,
die wir zusammen verbrachten,
an Tränen, die wir oft verlachten.
Wir waren zum Wolkenspiel bereit...

Worte, die du damals nicht fandest.
Zu spät kommt die Trauer darin.

Stumm zogen die Jahre dahin,
auch wenn du neben mir standest -
war ich allein, mein Weg ohne Sinn.
Ohne Gram bin ich gegangen,
und ohne zu suchen fand ich ihn.

Ein neuer Klang nahm mich gefangen,
betörende Töne fremder Melodien.
Es gibt keinen Weg zurück.
Dir bleibt allein des Spielers Glück.

.

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