Buddha
Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.
Quelle: gedichte.xbib.de
Feuerzauber - 24. Mär, 04:55
Heraklit von Ephesus
Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden,
auch wenn du alle Wege durchwanderst.
So tiefen Grund hat sie.
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Feuerzauber - 24. Mär, 04:50
Ida Gräfin von Hahn-Hahn
Gib mir meine Seele wieder,
Du, der sie gefesselt hält
Am gebrochenen Gefieder,
Einsam, still in deiner Welt.
Gib mir die Gedanken wieder,
Die sich ewig zu dir wenden,
Ohn' zu ruhen, ohn' zu enden,
Immer wogend auf und nieder.
Alles ist mir untergangen,
Selbst die holde Poesie,
Die mich trostreich sonst umfangen
Und dem Schmerz die Träne lieh.
Alles ist mir untergangen
Mit dem lieben, süßen Sterne,
Der nun zieht in weiter Ferne,
Und der einzig mein Verlangen.
Als ich hoffte, konnt' ich singen, -
Kann doch Ros' im Winter blüh'n,
Sonne durch die Scheiben dringen,
Ihr verkündend Sommers Glüh'n! -
Doch jetzt kann ich nimmer singen,
Hoffnung, Mut sind mir gebrochen,
Still ist meines Herzens Pochen
Und geknickt die kühnen Schwingen.
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Feuerzauber - 15. Mär, 09:41
Paul Keller
Erlosch einer Hoffnung Schimmer,
Laß nur der Zeit ihren Lauf;
Begrabene Hoffnung steht immer,
Als Weisheit wieder auf.
Die führt dich auf schweren Wege
treulich ein gutes Stück,
Jenseits vom Trauerstege
Wartet ein neues Glück.
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Feuerzauber - 10. Mär, 09:50
John Henry Mackay
Von Zeit zu Zeit, in nächtlich-dunklen Stunden,
Erklingt ein Schrei in mir, unheimlich-gellend,
Ein Ton, so scharf, wie wenn auf Marmorfliesen
Ein Glas zerspringt, in Trümmer hin zerschellend.
Es schmerzt mich, dass die Hand ich angstvoll presse
Fest auf die Brust – und wenn der Ton verklungen,
Dann weiß ich, dass von meiner Seele Saiten
Schon wieder eine, die zu straff gespannt, zersprungen...
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Feuerzauber - 14. Feb, 07:33
Friedrich Julius Hammer
Fester Grund sei deinem Ich,
nie dein Wort zu brechen!
Drum vor allem hüte dich,
Großes zu versprechen!
Aber, auf dich selbst gestellt,
handle groß im Leben,
so, als hättest du der Welt,
drauf dein Wort gegeben.
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Feuerzauber - 13. Feb, 07:40
Karoline Leonhardt
Wenn du die Liebe kennst, so frage
Mich nie, warum ich traurig bin;
Verstehe meine stille Klage
Und nimm mein süß Geheimnis hin.
Kennst du die Liebe nicht, so wähle
Ich niemals zum Vertrauten dich;
Denn nur mit gleichgestimmter Seele
Erkennest und verstehst du mich.
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Feuerzauber - 12. Feb, 22:12
Hedwig Lachmann
Ich wandre in der großen Stadt. Ein trüber
Herbstnebelschleier flattert um die Zinnen,
Das Tagwerk schwirrt und braust vor meinen Sinnen,
Und tausend Menschen gehn an mir vorüber.
Ich kenn sie nicht. Wer sind die Vielen? Tragen
Sie in der Brust ein Los wie meins? Und blutet
Ihr Herz vielleicht, von mir so unvermutet,
Als ihnen fremd ist meines Herzens Schlagen?
Der Nebel tropft. Wir alle wandern, wandern.
Von dir zu mir erhellt kein Blitz die Tiefen.
Und wenn wir uns das Wort entgegenriefen-
Es stirbt im Wind und keiner weiß vom andern.
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Feuerzauber - 12. Feb, 20:29
Ludwig Jacobowski
Weiche Hände hat die Nacht
und sie reicht sie mir ins Bette;
fürchtend, daß ich Tränen hätte,
streicht sie meine Augen sacht.
Dann verläßt sie das Gemach;
rauschen hör’ ich, sanft und seiden;
und den Dornenzweig der Leiden
zieht sie mit der Schleppe nach.
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Feuerzauber - 12. Feb, 08:21
Ludwig Ißleib
Wenn du, um größ'res Weh zu meiden,
von dem, was du geliebt, mußt scheiden –
Geh nicht in Groll! Geh nicht in Zorn!
Die Zeit wird mildern deine Schmerzen;
Doch gehst du mit verhülltem Herzen,
Bleibt in der Wunde dir der Dorn.
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Feuerzauber - 11. Feb, 07:48
Otto Leixner von Grünberg
Ein Wahn, der eine Menschenseele
zu reinem edlen Tun beschwingt,
ist göttlicher als solche Wahrheit,
die sie um ihre Flügel bringt.
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Feuerzauber - 11. Feb, 07:30
Ebner Eschenbach
“Was dein Wort zu bedeuten hat,
erfährst du durch den Widerhall,
den es erweckt.”
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Feuerzauber - 8. Feb, 22:37
Rainer Maria Rilke
Du meine heilige Einsamkeit,
du bist so reich und rein und weit
wie ein erwachender Garten.
Meine heilige Einsamkeit du -
halte die goldenen Türen zu,
vor denen die Wünsche warten.
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Feuerzauber - 8. Feb, 19:33
Emil Claar
Da endlich du im Glücke bist,
Erscheint es dir so schwer gefunden,
Erkämpft mit so viel tiefen Wunden,
Daß es für dich kein Glück mehr ist.
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Feuerzauber - 8. Feb, 19:03
Emil Claar
Von allen Welten, die kreisen im All,
Und entstehn und verwehn wie Funkenfall,
Ist jene die schönste, die unsichtbar,
Und doch so eigen, und brennend klar,
Zwischen zwei Menschen allein ersteht,
Zwischen zwei Menschen allein vergeht,
Von deren Inhalt, von deren Bahnen,
Alle anderen Welten nichts ahnen!
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Feuerzauber - 8. Feb, 08:55
Rosa Maria Assing
Still verschlossen steht im Herzen,
Was mein Mund nicht zu dir spricht;
Ewig will geheim ich's denken,
Dir es sagen kann ich nicht.
Kalt und ruhig kann ich scheinen,
Herrschen über Blick und Mund;
Heimlich nur in stillen Thränen
Giebt sich meine Liebe kund!
Feuerzauber - 4. Feb, 20:37
Khalil Gibran
Gesichtszüge, welche die Geheimnisse
unserer Seele enthüllen,
verleihen dem Gesicht Schönheit und Anmut,
selbst wenn diese seelischen Geheimnisse
schmerzlich und leidvoll sind.
Gesichter hingegen, die - Masken gleich - verschweigen,
was in ihrem Innern vorgeht,
entbehren jeglicher Schönheit,
selbst wenn ihre äußeren Formen
vollkommen symmetrisch und harmonisch sind.
Ebenso wie Gläser unsere Lippen nur anziehen,
wenn durch das kostbare Kristall
die Farbe des Weines hindurchschimmert.
Quelle: gedichte.xbib.de
Feuerzauber - 4. Feb, 07:03